Auf Ewig

Beginn
Krieger wie wir
Der Teufel in mir
Gedankenwelt
Was war bleibt
Verewigen

Ruhelos - Schlaflos - Geistlos - Seelenlos

Es ist wieder eine Zeit angekommen. Grau und leer. Alles scheint in ihr zu schweben. Unreal und unfassbar. Es gibt keinen Gedanken, der meiner bleibt. Es gibt kein Handeln in mir, welches mich an mein Selbst erinnert. Jede Tat wie unter einem Schleier. Der Nebel überzieht mich, hüllt mich ein und lässt mich in eine neue grausame Welt eintauchen. Ich bin schon lange nicht mehr hier. Euer Reich habe ich verlassen. Monoton wandelt mein Leib auf Erden. Leblos, machtlos und ergeben. Ich fühle nicht was in mir geschieht. Ich sehe nicht was passiert. Ich kann nicht erkennen wer ich bin.

Denn auch ich schwebe…

Die Frage bleibt nur: Wohin? Und wie gelingt mir wieder der Schritt zurück. Mit jedem Tag in diesem Raum verlier ich an Stärke und obgleich es mir manchmal erscheint, ich könne den Vorhang zerreißen, bleibt mir weiter dieses Gefühl, ich wandle unter einer Glocke. Fernab von allem. Einsam und allein. Keine Nähe bringt mir die Erkenntnis. Kein Wort die Befreiung. Kein Kampf scheint mich zu erlösen. Ich ringe um mich, um meiner Selbst. Doch ich verliere. Ich kann mich nicht wieder finden. Ich bin nicht bereit dazu. Die Lethargie rafft mich immer wieder nieder. Ihre Fänge sind bitter und stark. Meine Glieder schwer wie Blei. Mein Kopf träge. Der starre Blick bleibt verloren. Jede Regung ein Kraftaufwand. Das Aufstehen am Morgen, ein bitterer Kampf mit dem Innersten. Was wird einem der Tag bringen. Pflichten erfüllen, sich mühselig anders zeigen. Anders, als die eigene Verfassung es eigentlich zu lassen will. Dann naht das Ende. Erlösung und doch Gefängnis zugleich. Der eigene Weg und Wille geleitet dort hin. Gefangen. Jedes ungelebte Gefühl, bis zu jener Stunde, bebt. Alle zu gleich, sie drängen sich hervor. Herrschend suchen sie sich ihren Weg und brechen hervor. Das einzige was bleibt, eine zerbrochene Persönlichkeit. Viel zu schwer soll die Befreiung sein. Allein der Schritt in die Freiheit, auch wenn nur kurzzeitig die Ruhe kommen würde, so wäre sie da. Doch viel zu anstrengend und so bleibe ich benommen in meinem Schloss der Einsamkeit. Sitze auf meinem Thron von Trauer, Verzweiflung und Schmerz – grundlos erscheint es mir. Halte mein Szepter der Leblosigkeit in der Hand. Auf meinem Haupt ziert mich die Krone der Benommenheit. So herrsche ich Machtlos über mein verlorenes Reich.

12.1.11 15:53
 


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